{"id":68,"date":"2010-06-14T14:44:13","date_gmt":"2010-06-14T13:44:13","guid":{"rendered":"http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/2010\/06\/06\/antifa-demo-in-aachen-am-18-juni\/"},"modified":"2010-06-14T14:44:13","modified_gmt":"2010-06-14T13:44:13","slug":"antifa-demo-in-aachen-am-18-juni","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=68","title":{"rendered":"[Update 2]: Antifa Demo in Aachen am 18. Juni"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/images\/18.06.10_fullsizebanner.gif\" alt=\"\" \/><\/p>\n[audio:http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/images\/jingle.mp3]\n<p><strong>[Update]<\/strong> Auf indymedia sind schon vor einigen Tagen zwei Berichte zu den Angriffen auf Besucher des AZ-Aachen erschienen:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/06\/282947.shtml\">Indymedia, 03.06.<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/06\/283402.shtml\">Indymedia, 08.06.<\/a><br \/>\n<strong>[Update 2]<\/strong> \u00dcbergriffe in Aachen nach dem WM Spiel am Freitag:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.indymedia.org\/2010\/06\/284072.shtml\">Indymedia, 15.06.<\/a><\/p>\n<p>Der <strong>Aufruf von Antifa AK Aachen, Autonome Antifa Aachen A\u00b3 und dem AZ Aachen<\/strong> findet sich <a href=\"http:\/\/akantifaac.blogsport.de\/aufruf-zur-antifademo-am-18-6-in-aachen\/\">Hier<\/a><\/p>\n<p>Alle weiteren Infos werden auf den Homepages der aufrufenden Gruppen ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>An dieser Stelle ver\u00f6ffentlichen wir den <strong>Aufruf des Antifa AK K\u00f6ln<\/strong>:<\/p>\n<p>Sometimes, it is necessary to fight!<br \/>\n&#8211; keine Heimat, keine Nation, keine Nazis!.<\/p>\n<p>In Aachen sieht die Welt noch in Ordnung aus. Die B\u00e4cker liefern fr\u00fchst morgens ihr Brot aus, die Busse fahren p\u00fcnktlich in die umliegenden Provinzen, die Cocktails der Pontstra\u00dfe sind gek\u00fchlt und die &#8222;deutsche Jugend&#8220; jagt Menschen durch die Stra\u00dfen, Tag f\u00fcr Tag. Nur N\u00f6rgerler_Innen und Misepeter_Innen reden von einen Naziproblem in dieser heilen Welt. Nat\u00fcrlich wissen auch die Herren Polizeikommissare, dass die &#8222;jungen rechten Burschen&#8220; mal hier und dort \u00c4rger machen, aber gleich vom Nazi-Problem reden, nein das geht dann doch zu weit. W\u00fcrde man den Geschichten jener &#8222;Radikalen&#8220; Glauben schenken, vor denen das &#8222;Dorfkomitee gegen jeden Radikalismus&#8220; immer gewarnt hat, w\u00fcrden die Bratwurstfeste f\u00fcr ein bisschen mehr &#8222;Bunt&#8220; vollkommen abstrus wirken und die d\u00f6rflichen Tourimanager_Innen der ersten &#8222;deutschen K\u00f6nigsstadt&#8220; w\u00e4ren als das entlarvt was sie sind: Agenten des Nationalismus. Doch wo die Meinungsmacher der demokratisch verfassten \u00d6ffentlichkeit in Aachen nur \u00dcbertreibungen und Jugend-Cliquen-Konflikte sehen, da lauert der Naziterror an jeder n\u00e4chst gelegenen Laterne, da wird jede Statistik von rechtsradikalen \u00dcbergriffen zur Farce, weil diese l\u00e4ngst zum Alltag geh\u00f6ren. Jede Auflistung von &#8222;Gewalt der Rechten&#8220;, jeder Bericht \u00fcber den neusten Exzess des Terrors kann nur ins Absurde f\u00fchren, denn Tag auf Tag, Woche f\u00fcr Woche w\u00fcrde sich das zuletzt Geschehene als doch nicht so schlimm darstellen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nIn Deutschland und Aachen, in einem System wie dem Kapitalismus werden tagt\u00e4glich Menschen ermordet. Sie erfrieren, weil sie keinen Wohnraum haben, obwohl H\u00e4user leer stehen. Sie verhungern, weil sie kein Geld f\u00fcr Essen haben, obwohl die M\u00fcllcontainer der Superm\u00e4rkte jeden Abend neu bef\u00fcllt werden. Sie verrecken, weil sie sich nur die Billigkrankenversicherung leisten konnten, obwohl die medizinischen M\u00f6glichkeiten ausreichend erforscht und aufgebaut sind. Auch ohne die unmittelbare Bedrohung der k\u00f6rperlichen Unversehrtheit durch Nazis, ist die allt\u00e4gliche gewaltf\u00f6rmige Exekution des b\u00fcrgerlichen demokratischen Allgemeinwillens eine quantitativ und qualitativ h\u00f6here Gefahr f\u00fcr viele Menschen. Besonders f\u00fcr Personen, die keinen Status als (Staats)B\u00fcrger_In und damit keine Anspruchsberechtigung haben, wie zum Beispiel Migrant_Innen ohne oder mit ungekl\u00e4rtem Aufenthaltsstatus, zeigt sich der nationale Bezugsrahmen als unmittelbare und strukturelle Gewalt und existenzielle Bedrohung.<\/p>\n<p>Die Nazis kn\u00fcpfen an die Probleme im Kapitalismus an und versprechen den brutalen Kampf der kapitalistischen Interessen in als \u00bbnat\u00fcrlich\u00ab vorgestellten Gemeinschaften stillzustellen. Sie erkennen zwar die Wertlosigkeit des oder der Einzelnen, in der kapitalistischen Verwertungslogik; dieser setzen sie jedoch die falsche Kollektivit\u00e4t in der Volksgemeinschaft aller Deutschen entgegen. Somit teilen die Nazis mit Demokrat_Innen die grundlegende Sorge um das Vorankommen der eigenen Nation. Sie sind lediglich unzufrieden mit der Art und Weise wie der Staat organisiert wird. Wenn Nationalisten den noch krasseren Nationalisten den Finger zeigen und ihre Bratwursfeste gegen &#8222;Rechts&#8220; feiern, stellt sich somit die Frage, wer Arsch und wer Loch ist. Fakt ist, dass sich beide in der heutigen Welt gegenseitig bedingen. Denn nur, wo im Denken ein nationaler Bezugsrahmen und damit Schranken im Denken bestehen, kann man das eigene organisierte Interesse als ein f\u00fcr das Zwangskollektiv der Nation allgemeing\u00fcltiges ausdr\u00fccken und politisch umsetzen. Gegen die Bedrohung und die allt\u00e4glichen Zumutungen des Kapitalismus bringen sie ihre L\u00f6sungsidee in Stellung: Die Einrichtung eines v\u00f6lkisch-autorit\u00e4ren Staates. Sie wollen ihre nationale Anspruchsberechtigung direkt gewaltt\u00e4tig und gegen das vermeintlich Fremde vom Staat gesichert bekommen. Leistet der Staat diesem nicht Folge, versuchen sie ihrem Anspruch, getrieben durch das vermeintlich kolllektive und nat\u00fcrliche Recht, auf brutale und oft m\u00f6rderische Art und Weise selber durchzusetzen.<\/p>\n<p>Die Hetzjagden in Aachen, der allt\u00e4glich gewordene Terror, die Nazi-Angriffe auf wirkliche oder vermeintliche Kommunist_Innen und Anarchist_Innen zeigen, dass das antifaschistische Hamsterrad, jener Kampf gegen die latente Bedrohung durch den Wahn von &#8222;Volk und Rasse&#8220;, in Aachen zur t\u00e4glichen, handfesten Auseinandersetzung geworden ist. Darum ist es gewiss nicht verkehrt in Aachen die Sportart zu wechseln, das Skateboard im Keller zu lassen und f\u00fcr die kommende Baseballsaison zu proben. Am 18. Juni bietet sich die Gelgenheit  f\u00fcr unfaire K\u00f6rperbet\u00e4tigungen, den antifaschistischen Selbstschutz, auf die Stra\u00dfe zu gehen: Nutzen wir sie!<\/p>\n<p>Gemeinsamer Zugtreffpunkt aus K\u00f6ln: Freitag 18.6, 17.45 Uhr, K\u00f6ln HBF<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[audio:http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/images\/jingle.mp3] [Update] Auf indymedia sind schon vor einigen Tagen zwei Berichte zu den Angriffen auf Besucher des AZ-Aachen erschienen: Indymedia, 03.06. Indymedia, 08.06. 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