{"id":332,"date":"2015-06-07T23:57:33","date_gmt":"2015-06-07T21:57:33","guid":{"rendered":"http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/2015\/06\/07\/am-13-6-auf-nach-wuppertal-gemeinsam-gegen-rassismus-und-rechte-gewalt\/"},"modified":"2015-06-07T23:57:33","modified_gmt":"2015-06-07T21:57:33","slug":"am-13-6-auf-nach-wuppertal-gemeinsam-gegen-rassismus-und-rechte-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=332","title":{"rendered":"Am 13.6. auf nach Wuppertal \u2013 Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt!"},"content":{"rendered":"<p><strong>F\u00fcr die gemeinsame Anreise treffen wir uns um 10:40 Uhr an Gleis 1 am Bonner Hauptbahnhof.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/lizbonn.blogsport.de\/images\/AntifaDemo13Juni2015.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lizbonn.blogsport.de\/images\/AntifaDemo13Juni2015.jpg\" alt=\"Antifa-Demo in Wuppertal am 13.6. - Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt!\" style=\"width:200px;float:left;margin-right:10px\"><\/a>Vermutlich habt Ihr mitbekommen, dass es in der N\u00e4he des <a href=\"http:\/\/www.az-wuppertal.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">AZ Wuppertal<\/a> vor einigen Wochen zu einem lebensgef\u00e4hrlichen Messerangriff durch Nazis gekommen ist. H\u00f6chstwahrscheinlich wurde das AZ bewusst angegriffen, da dort seit Jahren antifaschistischer Widerstand in der Stadt organisiert wird. Im Nachgang zu dem Angriff hatte die Polizei, statt vern\u00fcnftige Ermittlungen durchzuf\u00fchren, zun\u00e4chst einmal nichts Besseres zu tun, als gegen das AZ und seine Besucher*innen zu hetzen. Unsere Freund*innen vom AZ veranstalten daher am 13.6.2015 eine Demonstration gegen Rassismus und rechte Gewalt \u2013 den Aufruf dazu dokumentieren wir nachfolgend. Wir rufen Euch dazu auf, gemeinsam mit uns an dieser Demonstration teilzunehmen !<\/p>\n<blockquote>\n<p><strong>Solidarit\u00e4t mit dem Opfer des lebensgef\u00e4hrlichen Messerangriffs durch HoGeSa-Nazis!<br \/>\nSolidarit\u00e4t mit allen Opfern rassistischer Gewalt!<br \/>\nGegen eine T\u00e4ter-Opfer-Umkehr!<\/strong><\/p>\n<p>Am 11.04.2015 wurde ein Antifaschist mit t\u00fcrkischem Migrationshintergrund vor dem Autonomen Zentrum mit zahlreichen Messerstichen in den R\u00fccken und zus\u00e4tzlich mit stumpfer Gewalt lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Die brutalen Angreifer waren HoGeSa-Nazis.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter haben das AZ ganz bewusst aufgesucht. Das AZ organisiert seit Jahren antifaschistischen Widerstand, auch gegen Pegida und HoGeSa, zuletzt gegen die gro\u00dfe HoGeSa\/Pegida-Demonstration hier in Wuppertal am 14.03.2015 .<\/p>\n<p>Es gibt \u2013 nicht nur in Wuppertal \u2013 eine neue, zutiefst besorgniserregend rassistische Entwicklung, da sich alte und neue Nazi-Hooligans und rechte Schl\u00e4ger*innen, die das Label \u00bbHooligan\u00ab f\u00fcr sich nutzen, zunehmend rassistisch politisieren und hoch gewaltt\u00e4tig agieren.<\/p>\n<p>Sie sind Teil einer unterschiedlich zusammengesetzten, rassistischen Bewegung, die seit einigen Monaten bundesweit zahlreiche gro\u00dfe und kleine Aufm\u00e4rsche durchf\u00fchrt. Diese rassistische Bewegung tritt aber ebenso durch angegriffene und angez\u00fcndete Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte und brutale k\u00f6rperliche \u00dcbergriffe in Erscheinung. In ihr Visier geraten dabei verschiedene Gruppen, insbesondere Gefl\u00fcchtete und Migrant*innen, Muslime \/ Muslima aber auch alle aktiven Antifaschist*innen, die sich ihnen in den Weg stellen. Die rapide Zuspitzung dieses Gefahrenpotenzials muss thematisiert und in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Dieser Bedrohung gilt es gemeinsam und solidarisch entgegen zu treten!<\/p>\n<p>Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Angriff haben sich aus vielf\u00e4ltigen Gr\u00fcnden heftige Kritik zugezogen:<br \/>\nObwohl es sehr schnell eindeutige Hinweise darauf gab, dass die T\u00e4ter aus dem HoGeSa-Spektrum kommen, werden seitens der Polizei Vorladungen an Ersthelfer*innen und Zeug*innen als Beschuldigte zugestellt. Dies sogar noch Wochen nach der Festnahme eines gest\u00e4ndigen T\u00e4ters.<\/p>\n<p>In der ersten Pressemitteilung der Polizei wurde der offensichtliche Hintergrund der Tat nicht eindeutig benannt, stattdessen wurden Besucher*innen des AZs diffamiert und suggeriert, die Tat habe im AZ stattgefunden. Somit wird der Fokus von den T\u00e4tern auf die Opfer gelenkt.<\/p>\n<p>Das Verschweigen und Nicht-Benennen von Rassismus, das Bezeichnen von rechter Gewalt als \u00bbrechts\/links-Auseinandersetzung\u00ab sowie die Kultur des Tolerierens und Wegschauens tr\u00e4gt dazu bei, Dimensionen rechter Gewalt zu verharmlosen und f\u00fchrt zu einem weiteren Erstarken menschenfeindlicher Bewegungen jeglicher Art.<\/p>\n<p>Es muss den Sicherheitsbeh\u00f6rden und Teilen der Presse, die die Erkl\u00e4rungen der Polizei ungepr\u00fcft \u00fcbernommen haben, unterstellt werden, dass der HoGeSa \/ Pegida \u2013 Nazi- Hintergrund der Tat verharmlost, bagatellisiert, relativiert und letztendlich vor der \u00d6ffentlichkeit verborgen werden soll(te).<br \/>\nDieses Agieren der Sicherheitsorgane und Teilen der Presse in Wuppertal ist kein Einzelfall. Als schreckliche und katastrophale Beispiele m\u00fcssen in diesem Zusammenhang die Ermittlungen um die Morde des NSU und den Nagelbombenanschlag auf die K\u00f6lner Keupstra\u00dfe genannt werden. Dort geriet das private Umfeld der Opfer unter Verdacht. Die Opfer leiden noch heute unter den Verd\u00e4chtigungen und der Stigmatisierung.<\/p>\n<p><strong>Rechte Gewalt muss benannt werden!<\/strong><\/p>\n<p>Durch die bereits genannten Diffamierungsstrategien, die bis heute nicht revidiert worden sind, wird versucht, eine breite Solidarit\u00e4t zu verhindern. Dies soll nicht gelingen!<\/p>\n<p><strong>Fa\u015fizme Kar\u015f\u0131 Omuz Omuza!<br \/>\nGegen das Verschweigen und Nicht-Benennen von Rassismus!<br \/>\nGemeinsam gegen rechte Gewalt!<\/strong><\/p>\n<p>13. Juni 2015 | Demonstration | Gemeinsam gegen Rassismus und rechte Gewalt! | 13:00 Uhr | Kerstenplatz | Wuppertal-Elberfeld<\/p>\n<\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>F\u00fcr die gemeinsame Anreise treffen wir uns um <strong>10:40 Uhr an Gleis 1<\/strong> am Bonner Hauptbahnhof.<\/p>\n<p>Solidarit\u00e4t mit dem Opfer des lebensgef\u00e4hrlichen Messerangriffs durch HoGeSa-Nazis!<br \/>\nSolidarit\u00e4t mit allen Opfern rassistischer Gewalt!<br \/>\nGegen eine T\u00e4ter-Opfer-Umkehr!<\/strong><\/p>\n<p>Am 11.04.2015 wurde ein Antifaschist mit t\u00fcrkischem Migrationshintergrund vor dem Autonomen Zentrum mit zahlreichen Messerstichen in den R\u00fccken und zus\u00e4tzlich mit stumpfer Gewalt lebensgef\u00e4hrlich verletzt. Die brutalen Angreifer waren HoGeSa-Nazis.<\/p>\n<p>Die T\u00e4ter haben das AZ ganz bewusst aufgesucht. Das AZ organisiert seit Jahren antifaschistischen Widerstand, auch gegen Pegida und HoGeSa, zuletzt gegen die gro\u00dfe HoGeSa\/Pegida-Demonstration hier in Wuppertal am 14.03.2015 .<\/p>\n<p>Es gibt \u2013 nicht nur in Wuppertal \u2013 eine neue, zutiefst besorgniserregend rassistische Entwicklung, da sich alte und neue Nazi-Hooligans und rechte Schl\u00e4ger*innen, die das Label \u00bbHooligan\u00ab f\u00fcr sich nutzen, zunehmend rassistisch politisieren und hoch gewaltt\u00e4tig agieren.<\/p>\n<p>Sie sind Teil einer unterschiedlich zusammengesetzten, rassistischen Bewegung, die seit einigen Monaten bundesweit zahlreiche gro\u00dfe und kleine Aufm\u00e4rsche durchf\u00fchrt. Diese rassistische Bewegung tritt aber ebenso durch angegriffene und angez\u00fcndete Fl\u00fcchtlingsunterk\u00fcnfte und brutale k\u00f6rperliche \u00dcbergriffe in Erscheinung. In ihr Visier geraten dabei verschiedene Gruppen, insbesondere Gefl\u00fcchtete und Migrant*innen, Muslime \/ Muslima aber auch alle aktiven Antifaschist*innen, die sich ihnen in den Weg stellen. Die rapide Zuspitzung dieses Gefahrenpotenzials muss thematisiert und in der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>Dieser Bedrohung gilt es gemeinsam und solidarisch entgegen zu treten!<\/p>\n<p>Die polizeilichen Ermittlungen nach dem Angriff haben sich aus vielf\u00e4ltigen Gr\u00fcnden heftige Kritik zugezogen:<br \/>\nObwohl es sehr schnell eindeutige Hinweise darauf gab, dass die T\u00e4ter aus dem HoGeSa-Spektrum kommen, werden seitens der Polizei Vorladungen an Ersthelfer*innen und Zeug*innen als Beschuldigte zugestellt. Dies sogar noch Wochen nach der Festnahme eines gest\u00e4ndigen T\u00e4ters.<\/p>\n<p>In der ersten Pressemitteilung der Polizei wurde der offensichtliche Hintergrund der Tat nicht eindeutig benannt, stattdessen wurden Besucher*innen des AZs diffamiert und suggeriert, die Tat habe im AZ stattgefunden. Somit wird der Fokus von den T\u00e4tern auf die Opfer gelenkt.<\/p>\n<p>Das Verschweigen und Nicht-Benennen von Rassismus, das Bezeichnen von rechter Gewalt als \u00bbrechts\/links-Auseinandersetzung\u00ab sowie die Kultur des Tolerierens und Wegschauens tr\u00e4gt dazu bei, Dimensionen rechter Gewalt zu verharmlosen und f\u00fchrt zu einem weiteren Erstarken menschenfeindlicher Bewegungen jeglicher Art.<\/p>\n<p>Es muss den Sicherheitsbeh\u00f6rden und Teilen der Presse, die die Erkl\u00e4rungen der Polizei ungepr\u00fcft \u00fcbernommen haben, unterstellt werden, dass der HoGeSa \/ Pegida \u2013 Nazi- Hintergrund der Tat verharmlost, bagatellisiert, relativiert und letztendlich vor der \u00d6ffentlichkeit verborgen werden soll(te).<br \/>\nDieses Agieren der Sicherheitsorgane und Teilen der Presse in Wuppertal ist kein Einzelfall. Als schreckliche und katastrophale Beispiele m\u00fcssen in diesem Zusammenhang die Ermittlungen um die Morde des NSU und den Nagelbombenanschlag auf die K\u00f6lner Keupstra\u00dfe genannt werden. Dort geriet das private Umfeld der Opfer unter Verdacht. Die Opfer leiden noch heute unter den Verd\u00e4chtigungen und der Stigmatisierung.<\/p>\n<p><strong>Rechte Gewalt muss benannt werden!<\/strong><\/p>\n<p>Durch die bereits genannten Diffamierungsstrategien, die bis heute nicht revidiert worden sind, wird versucht, eine breite Solidarit\u00e4t zu verhindern. Dies soll nicht gelingen!<\/p>\n<p><strong>Fa\u015fizme Kar\u015f\u0131 Omuz Omuza!<br \/>\nGegen das Verschweigen und Nicht-Benennen von Rassismus!<br \/>\nGemeinsam gegen rechte Gewalt!<\/strong><\/p>\n<p>13. 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