{"id":318,"date":"2015-01-29T01:13:38","date_gmt":"2015-01-28T23:13:38","guid":{"rendered":"http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/?p=318"},"modified":"2015-01-29T01:13:38","modified_gmt":"2015-01-28T23:13:38","slug":"tanzdemo-fuer-mehr-freiraeume-kaiserplatz-31-januar-2015-1600","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=318","title":{"rendered":"Tanzdemo f\u00fcr mehr Freir\u00e4ume (Kaiserplatz)  31. Januar 2015 16:00"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tanzdemo f\u00fcr mehr Freir\u00e4ume (Kaiserplatz)<br \/>\n31. Januar 2015, 16:00<br \/>\nLIZ und ASJ veranstalten die Demo<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/linksunten.indymedia.org\/image\/131984.png\" alt=\"\" align=\"left\" width=\"200\"> <!--more--><strong>Aufruf LIZ:<\/strong><\/p>\n<p>Freir\u00e4ume sind in Bonn Mangelware. Orte an denen Menschen konsumieren k\u00f6nnen gibt es reichlich, doch sucht mensch nach R\u00e4umen ohne Konsumzwang, Dresscodes oder dumme Spr\u00fcche, tut sich in Bonn eine g\u00e4hnende Leere auf. Die wenigen bestehenden nicht-kommerziellen und niedrigpreisigen L\u00e4den werden zu\u00acnehmend aufgekauft und durch Rentableres ersetzt. Es m\u00fcssen Alternativen geschaffen werden \u2013 R\u00e4ume in denen sich neues Anderes entwickeln kann, ohne dem Druck und Zwang des gesellschaftlichen Alltags aus\u00acgesetzt zu sein. Der Kampf f\u00fcr libert\u00e4re R\u00e4ume ist ein Kampf f\u00fcr ein besseres und freies Leben; einem Leben ohne Hierarchien, Ausgrenzungen und Ver\u00acletzungen. Wenn wir frei leben wollen, m\u00fcssen wir selbst daf\u00fcr sorgen, dass Rassismus, Sexismus, Homophobie und alle anderen Formen sozialer Ausgrenzung aus unserem Alltag verbannt und nicht im eigenen Handeln reproduziert werden. Nur so k\u00f6nnen wir es schaffen der trostlosen Normalit\u00e4t etwas entgegenzusetzen. Im Kampf f\u00fcr libert\u00e4re R\u00e4ume sind alle involviert, denen ein selbstbestimmtes und solidarisches Leben am Herzen liegt. Kommt am 31.01. zur Tanzdemo auf die Stra\u00dfen. Feiern, Tanzen, Lieben f\u00fcr ein besseres Leben! F\u00fcr mehr libert\u00e4re Freir\u00e4ume! Jetzt erst recht!<\/p>\n<p><strong>Aufruf ASJ:<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir als Anarchist*innen zum Krieg gegen die H\u00fctten aufrufen, kann dies nat\u00fcrlich nur eins bedeuten: Wir m\u00f6chten die Verh\u00e4ltnisse abschaffen, die daf\u00fcr Sorge tragen, dass Menschen ausgebeutet werden und ausbeuten. Luxus in Freiheit f\u00fcr alle ist und bleibt das proklamierte Ziel, doch das liegt leider in weiter Ferne. Wir sind uns mit gro\u00dfen Teilen der \u201clinken Szene\u201d einig, dass die Gewohnheiten von Millionen von Menschen, die herrschenden Zust\u00e4nde langfristig fester etablieren, als es alle Kr\u00e4fte der Exekutive, Judikative und Legislative k\u00f6nnten. Die Macht der Gewohnheit, der \u00dcberzeugung am Ende der Geschichte angekommen zu sein, der \u00dcberzeugung der Alternativlosigkeit, sitzt tief. Und diese Macht galt und gilt es zu brechen. Jedoch nicht durch die Etablierung einer neuen Macht- und Gewaltkultur, sondern durch das Ausprobieren von M\u00f6glichkeiten des Zusammenlebens ohne Zwang und Fremdbestimmung. Um Alternativen zu B\u00fcrgertum und Kapitalismus zu proben, weiter zu entwickeln und zu leben ben\u00f6tigen wir Freir\u00e4ume. Selbstbestimmung und emanzipatorisches Verhalten muss ge\u00fcbt und als Norm etabliert werden. Um zu Verhindern, dass sich neue Machtstrukturen bilden, die auf abstrakten Dingen wie Wissenshierarchien, aggressivem Redeverhalten oder unterschiedlichem Durchsetzungspotenzial in allen m\u00f6glichen Hinsichten beruhen, brauchen wir \u00dcbung. Diese bekommen wir nur in einer Umgebung, in der Menschen bereit sind, sich selbst zu Reflektieren und in der einer solche Reflexion Zeit und Raum gegeben wird. Auch k\u00f6nnen wir in einem libert\u00e4ren Zentrum vielen Menschen zeigen, dass wir schon jetzt viel selber schaffen. Und \u2013 wenn gen\u00fcgend Menschen mitmachen \u2013 auch alles. Ein Respektvoller Umgang mit unseren Mitmenschen ist dabei Pflicht, wir hoffen daher auch schon im \u201cfalschem Leben\u201d einen Schutzraum f\u00fcr m\u00f6glichst viele, von Diskriminierung betroffene, Menschen schaffen zu k\u00f6nnen. Auch wenn wir ein LIZ wollen, in dem die \u00f6konomische Situation der Menschen wirklich keine Rolle spielt, werden wir es uns wohl leider nicht leisten k\u00f6nnen, z.B. Getr\u00e4nke zu verschenken. Wir leben nun mal im Kapitalismus und m\u00fcssen in diesem unser (\u00dcber)Leben sichern. Wir werden uns dennoch bem\u00fchen Getr\u00e4nke zum Selbstkostenpreis, oder noch besser, gegen Spende anzubieten. Auch m\u00f6chten wir in einem LIZ politischen Gruppen einen Raum bieten. Daher ist davon auszugehen, dass wir unregelm\u00e4\u00dfig Solipartys und \u00e4hnliche Veranstaltungen (mit)organisieren. Doch darf der Kampf f\u00fcr die befreite Gesellschaft nicht beim Schaffen von Schutzr\u00e4umen und M\u00f6glichkeiten des \u201cFeierns f\u00fcr alle\u201d enden, denn: \u201cEine Welt muss umgest\u00fcrzt werden, aber jede Tr\u00e4ne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden k\u00f6nnte, ist eine Anklage, und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.\u201d Von daher kann der Kampf um Freir\u00e4ume nur ein Schritt im Kampf ums Ganze bedeuten. Im hoffentlich bald existierendem libert\u00e4ren Zentrum Bonn wollen wir leben und zeigen wof\u00fcr Anarchie steht: Menschen sollen nicht in einem Hierarchiegef\u00e4lle zu einander stehen, sondern sich als freie Individuen begegnen und Zusammenleben. Strukturen die fordern, dass Menschen sich Eigentum (nicht Besitz!) aneignen, f\u00f6rdern Machtpositionen. Machtpositionen durch Eigentum sind mit Sicherheit nicht die einzigen, jedoch diejenigen die sich im Kampf f\u00fcr Freiraum und Wohnraum am st\u00e4rksten bemerkbar machen. Insofern ist die Aneignung von Freiraum w\u00fcnschenswert, erforderlich, geradezu n\u00f6tig.<\/p>\n<p><strong>Deshalb: Auf die Stra\u00dfe! F\u00fcr mehr Freiraum! F\u00fcr libert\u00e4re Zentren!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tanzdemo f\u00fcr mehr Freir\u00e4ume (Kaiserplatz) 31. 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