{"id":292,"date":"2014-10-21T20:42:26","date_gmt":"2014-10-21T18:42:26","guid":{"rendered":"http:\/\/antifabonn.blogsport.de\/2014\/10\/19\/gemeinsam-gegen-salafismus-nationalismus-und-faschismus\/"},"modified":"2014-10-21T20:42:26","modified_gmt":"2014-10-21T18:42:26","slug":"gemeinsam-gegen-salafismus-nationalismus-und-faschismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=292","title":{"rendered":"Gemeinsam gegen Salafismus, Nationalismus und Faschismus!"},"content":{"rendered":"<p>Am 26.10.2014 will das von extrem rechten Hooligans und organisierten Neonazis ins Leben gerufenen Netzwerk \u201eHooligans gegen Salafisten\u201c (HOGESA) ein Treffen in K\u00f6ln abhalten. Die Veranstaltung soll vor dem K\u00f6lner Dom stattfinden \u2013 erwartet werden mehr als 1500 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet. Wenn ihnen das gelingt, w\u00e4re es die gr\u00f6\u00dfte extrem rechte Demonstration, die Westdeutschland seit Jahren erlebt hat.<\/p>\n<p>Daher rufen wir f\u00fcr den 26.10.2014 dazu auf, gegen das von Neonazis organisierte sogenannte Hooligantreffen am K\u00f6lner Dom zu protestieren.<br \/>\nIslamistischen und neofaschistischen Kulturk\u00e4mpfern entgegentreten!<br \/>\nGemeinsam gegen Salafismus und Faschismus!<\/p>\n<p>Kommt am 26.10.2014 um 14 Uhr auf die Treppe vor dem K\u00f6lner Dom<br \/>\nACHTUNG: ZEIT und ORT k\u00f6nnen sich noch \u00e4ndern \u2013 Achtet auf Ank\u00fcndigungen!<\/p>\n<p><strong>Bonner Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise nach K\u00f6ln: Sonntag, 26.10, 13:15 Uhr Gleis 1 Bonn HBF<\/strong><br \/>\n<!--more--><br \/>\n<a href=\"http:\/\/antifakoeln.blogsport.de\/2014\/10\/16\/pressespiegel-hooligans-gegen-salafisten\/\">Pressespiegel zu \u201eHogeSa\u201c<\/a><\/p>\n<h4>Gegen das Neonazi- und Hooligan-Gro\u00dftreffen vor dem K\u00f6lner Dom am 26.10.2014!<\/h4>\n<p>Der menschenverachtende Terror des sogenannten Islamischen Staates (IS) gegen die kurdische Bev\u00f6lkerung in Nordsyrien sorgte in den letzten Tagen und Wochen weltweit f\u00fcr Entsetzten. Gegen den IS und deren salafistische Unterst\u00fctzer hier in Deutschland sind wir zusammen mit vielen kurdischen Menschen auf die Stra\u00dfe gegangen.<br \/>\nDoch nicht nur emanzipatorische und antifaschistische Kr\u00e4fte machen gegen den Salafismus mobil. Neonazis, Rechtspopulisten und Rassisten nutzen die berechtigte Wut gegen Salafisten gezielt, um ihre Ideologie zu verbreiten. Am 26.10.2014 will das von extrem rechten Hooligans und organisierten Neonazis ins Leben gerufenen Netzwerk \u201eHooligans gegen Salafisten\u201c (HOGESA) ein Treffen in K\u00f6ln abhalten. Die Veranstaltung soll vor dem K\u00f6lner Dom stattfinden \u2013 erwartet werden mehr als 1500 Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet. Wenn ihnen das gelingt, w\u00e4re es die gr\u00f6\u00dfte extrem rechte Demonstration, die Westdeutschland seit Jahren erlebt hat.<\/p>\n<p>UNPOLITISCHE HOOLIGANS?<br \/>\nAuch wenn sich die Organisatoren offiziell von Neonazis distanzieren, um auch unpolitische Hooligans und Fu\u00dfballfans zu ihren Veranstaltungen zu mobilisieren, gibt es zahlreiche personelle und inhaltliche \u00dcberschneidungen mit der Neonazi-Szene. Bereits vor wenigen Wochen gab es ein Treffen von \u201eHOGESA\u201c in Dortmund mit \u00fcber 300 Teilnehmern. Viele Teilnehmer*innen trugen rechte Szenemarken oder einschl\u00e4gige Aufdrucke. An der Aktion beteiligten sich auch rund zwei Dutzend Dortmunder Neonazis, unter ihnen die \u201cDie Rechte\u201d-Funktion\u00e4re Michael Br\u00fcck und Siegfried \u201cSS-Siggi\u201d Borchardt. Als einer der Organisatoren der Versammlung trat der extrem rechte \u201cPro NRW\u201d-Funktion\u00e4r Dominik Roeseler in Erscheinung. Dieser ist mittlerweile auch offiziell stellvertretender Regionalleiter West des HOGESA-Netzwerks und soll nach Eigenangaben am 26.10.2014 auch Versammlungsleiter sein.<br \/>\nEine HOGESA-Demonstration in Frankfurt am 11.10.2014 wurde ebenfalls von Neonazis und NPD-Funktion\u00e4ren organisiert. Gerufen wurden dabei die von Nazidemonstrationen bekannten Sprechch\u00f6re wie \u201eFrei, sozial und national\u201c oder \u201eHier maschiert der nationale Widerstand\u201c. Zu der Veranstaltung in K\u00f6ln wird mittlerweile massiv von Neonazis aus ganz NRW mobilisiert mit dem Ziel dort neue Anh\u00e4nger zu gewinnen.<br \/>\nUns ist bewu\u00dft, dass sich nicht alle Personen, die an dem HOGESA Treffen teilnehmen wollen, \u00fcberzeugte oder gar organisierte Neonazis sind. Doch \u00fcber eins sollte sich jeder potentielle Teilnehmer im Klaren sein: Diese Veranstaltung wird von extrem rechten Politikfunktion\u00e4ren und Neonaziaktivisten organisiert und geleitet.<br \/>\nBei HOGESA handelt es sich um den seit langem gr\u00f6\u00dften Versuch von Neonazis, innerhalb der Hooligan- und Fu\u00dfball-Fanszene an Einfluss zu gewinnen. Wer dort als vermeintlich unpolitischer Hooligan oder Fu\u00dfballfan hingeht, geht den Vereinahmungsversuchen von Neonazis und extrem rechten Parteifunktion\u00e4ren auf den Leim!<\/p>\n<p>NUR GEGEN SALAFISTEN?<br \/>\nZugegeben, man k\u00f6nnte dem Gedanken, dass sich Salafisten und Neonazis gegenseitig an die Gurgel gehen, im ersten Augenblick durchaus etwas abgewinnen.<br \/>\nDoch den rechten Hooligans und Neonazis geht es nur vordergr\u00fcndig um die Ablehnung des Salafismus. Vielmehr dient ihnen das Thema als Aufh\u00e4nger, um ihren menschenverachtenden Rassismus zu propagieren. Propaganda, die sich gegen Fl\u00fcchtlinge und Migranten wendet und Menschen aus islamisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern und Kulturkreisen unter den Generalverdacht des Terrorismus stellt. So finden sich auf den diversen Internet- und Facebookseiten, die zu der Aktion am 26.10 in K\u00f6ln aufrufen, zahllose rassistische und extrem rechte Kommentare und \u00c4u\u00dferungen. Bei \u00e4hnlichen Treffen in Frankfurt und Dortmund bedrohten Teilnehmer wiederholt Migrantinnen und Migranten beleidigten sie mit rassistischen Spr\u00fcchen. Auch bei dem f\u00fcr den 26.10 in K\u00f6ln geplanten Treffen ist mit rassistischen \u00dcbergriffen und Bedrohungen zu rechnen.<\/p>\n<p>DER FEIND MEINES FEINDES IST MEIN FEIND<br \/>\nOb man die IS als Faschisten bezeichnen sollte oder nicht, dar\u00fcber kann man sicher streiten \u2013 unbestritten sind jedoch die ideologischen Gemeinsamkeiten zwischen den Dschihadisten und Neonazis. Beide Gruppen teilen ein zutiefst reaktion\u00e4res Weltbild, dass Menschen nach (realer oder zugeschriebener) Zugeh\u00f6rigkeit zu einer Kultur oder Religion unterscheidet und abwertet. Beide Gruppen teilen eine Vernichtungsideologie, die all diejenigen ausmerzen will, die nicht in ihr menschenverachtendes Weltbild passen.<br \/>\nBeide haben ein Interesse an einer Ethnisierung und Kulturalisierung sozialer Konflikte und treiben deren Eskalation gezielt voran.<\/p>\n<p>Daher rufen wir f\u00fcr den 26.10.2014 dazu auf, gegen das von Neonazis organisierte sogenannte Hooligantreffen am K\u00f6lner Dom zu protestieren.<br \/>\nIslamistischen und neofaschistischen Kulturk\u00e4mpfern entgegentreten!<br \/>\nGemeinsam gegen Salafismus und Faschismus!<br \/>\nDem Neonazi- und Hooligan-Gro\u00dftreffen entgegentreten!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 26.10.2014 will das von extrem rechten Hooligans und organisierten Neonazis ins Leben gerufenen Netzwerk \u201eHooligans gegen Salafisten\u201c (HOGESA) ein Treffen in K\u00f6ln abhalten. 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