{"id":2156,"date":"2025-04-16T19:22:26","date_gmt":"2025-04-16T17:22:26","guid":{"rendered":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=2156"},"modified":"2025-04-16T19:22:29","modified_gmt":"2025-04-16T17:22:29","slug":"1-mai-2025-her-mit-dem-guten-leben-wohnraum-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/antifabonn.noblogs.org\/?p=2156","title":{"rendered":"1.Mai 2025 \u00bbHer mit dem guten Leben \u2013 Wohnraum f\u00fcr alle!\u00ab"},"content":{"rendered":"\n<p>\ud83d\udcc5 01.05.2025  <div>\ud83c\udff4 13 Uhr Demo &#8211; Marktplatz<\/div>\ud83c\udfb6 15 Uhr Fest &#8211; Frankenbadplatz<\/p>\n\n\n\n<p>Am 1. Mai gehen wir als linkes B\u00fcndnis auf die Stra\u00dfe, um die Verh\u00e4ltnisse, unter denen wir leben, in Frage zu stellen. Unter der kapitalistischen Wirtschaftsweise sind die Bed\u00fcrfnisse der Menschen der Profitlogik unterworfen. Der Kapitalismus formt auf vielf\u00e4ltige Weise die konkreten Lebensrealit\u00e4ten von uns allen. Besonders sp\u00fcrbar ist das bei unserem diesj\u00e4hrigen Hauptthema: Wohnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Miete ist zu hoch! Das gilt nahezu \u00fcberall, aber auch besonders in Bonn. Wir treten f\u00fcr niedrigere Mieten ein, m\u00f6chten aber auch die Perspektive auf ein gutes Wohnen jenseits vom Mietmarkt \u00f6ffnen.<br>Wohnen wird auf dem Mietmarkt nach Profitlogik organisiert, nicht nach den Bed\u00fcrfnissen der Menschen. Wohnungen sind im Kapitalismus Konsumgut und Investitionsobjekt. Das bringt konkretes Elend hervor: W\u00e4hrend Obdachlose auf den Stra\u00dfen ums \u00dcberleben k\u00e4mpfen m\u00fcssen, wird Wohnraum als Spekulationsobjekt leer stehen gelassen oder gleich abgerissen. Der Mieter ist dadurch kein Mensch, sondern wird er durch seine Miete erst zum Menschen gemacht.&nbsp;<br>Ein Wohnungsmarkt ist die Voraussetzung f\u00fcr Obdachlosigkeit. Wer zu schwach am Markt ist, bekommt halt nichts. Das trifft besonders Menschen, die aufgrund ihrer Migrationsgeschichte, Krankheit oder Problemen, sich mit der B\u00fcrokratie herumzuschlagen, ohnehin einen schweren Stand in unserer Gesellschaft haben. Die Antwort darauf kann nur Enteignung eben jener Unternehmen und Personen sein, die meinen, dass Grundbed\u00fcrfnisse gute Profitquellen\/Spekulationsobjekte seien.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Einmal aus dem profitorientierten Markt entnommen, kann Wohnraum sich von der blo\u00dfen Bereitstellung einer Zelle zum Schlafen und Essen weg entwickeln. Nicht-profitorientierte Genoss<em>innenschaften und Mieth\u00e4user-Syndikate machen es vor: Gemeinsam verwalteter Wohnraum bedeutet Demokratie und Mitbestimmung. Nachbar<\/em>innen k\u00f6nnen mehr sein als Leidensgleiche, die der Markt zuf\u00e4llig nebeneinander gesetzt hat: Gemeinsame Selbstverwaltung macht solidarische Gemeinschaften m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wohnungsfrage geht daher weiter als nur die Frage nach sozialer Gerechtigkeit: Sie ist auch die Frage, ob Menschen ihr eigenes Zusammenleben und letztlich auch ihre Stadt mitgestalten k\u00f6nnen. Ein gutes gesellschaftliches Zusammenleben braucht Freir\u00e4ume. Dazu geh\u00f6ren Parks, Natur, Kulturr\u00e4ume, Gemeinschaftsr\u00e4ume und nicht nur Stra\u00dfen, Parkpl\u00e4tze, B\u00fcros und L\u00e4den. Wir fordern daher einen Ersatz f\u00fcr das Kulturzentrum Alte VHS.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Status quo hingegen verst\u00e4rkt gesellschaftliche Zw\u00e4nge. Frauen, die \u00fcberdurchschnittlich viel unbezahlte Hausarbeit leisten, werden durch den Wohnungsmarkt an ihren Platz gefesselt, weil sie sich eine neue Wohnung nicht leisten k\u00f6nnen. Nicht mal gewaltvollen Haushalten k\u00f6nnen Betroffene entfliehen, da Frauenh\u00e4user politisch seit Jahren heruntergewirtschaftet werden. \u00dcberbr\u00fcckungs\/Hilfsgelder &#8211; wie es sie schon in Spanien f\u00fcr eben jene seit Jahren gibt &#8211; scheinen f\u00fcr die regierenden Parteien v\u00f6llig undenkbar.&nbsp;<br>\u00c4hnlich sieht es bei Kindern und Jugendlichen aus. Eine freie Entscheidung des Studien- oder Lehrortes haben viele nicht; prek\u00e4re Besch\u00e4ftigung greift in hohe Mietpreise und fesselt viele an das eigene Elternhaus.<br>Selbstbestimmung kann es nur jenseits der Zw\u00e4nge des Kapitalismus geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter der Schirmherrschaft des &#8222;freien Marktes&#8220; wird Wohnraum zu Ungunsten marginalisierter und \u00e4rmerer Gruppen verteilt und gestaltet. Arme Menschen werden in einengende Wohnungen, in sogenannte Problemviertel, verdr\u00e4ngt. In sch\u00f6neren oder trendigen Vierteln steigt die Miete, bis sich nur noch die Privilegiertesten leisten k\u00f6nnen, dort zu wohnen. Verdr\u00e4ngung von Armen und rassifizierten Menschen \u2013 so sieht es aus, wenn der Markt regelt. Und was der Markt nicht regelt, regeln private Sicherheitsdienste und Polizei auf Gehei\u00df der St\u00e4dte, die gezielt Jugendliche, Wohnungslose und rassifizierte Menschen von Pl\u00e4tzen und aus Parks der gentrifizierten Gutverdiener-Stadt verjagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00f6chten f\u00fcr ein gutes Wohnen eintreten. F\u00fcr g\u00fcnstiges oder mietfreies Wohnen, f\u00fcr Enteignung, f\u00fcr \u00dcberf\u00fchrung in Selbstverwaltung. F\u00fcr eine solidarische und freie Stadt f\u00fcr alle. F\u00fcr ein Wohnen, das Menschen Selbstbestimmung und Teilhabe erm\u00f6glicht. Her mit dem guten Leben!<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dft euch uns an! Wir laufen ab 13 Uhr vom Marktplatz aus durch die Innenstadt, um unsere Forderung nach einem guten Wohnen auf die Stra\u00dfe zu tragen. Ab 15 Uhr kommen wir auf dem Frankenbadplatz zusammen. Dort wollen wir gemeinschaftlich und solidarisch zusammenkommen und den Raum f\u00fcr politische und zivilgesellschaftliche Organisationen \u00f6ffnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\ud83d\udcc5 01.05.2025 \ud83c\udff4 13 Uhr Demo &#8211; Marktplatz \ud83c\udfb6 15 Uhr Fest &#8211; Frankenbadplatz Am 1. 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